29. Mai 2015 | Mandarine feiert Zehnjähriges

Kathrin Behr feiert ihren zehnten Geburtstag als Clinic-Clown

Seit 10 Jahren besucht Clinic-Clown „Mandarine“ die Kinder im Klinikum Uelzen – Vladimir Shalagin und Tochter Lara Marie freuen sich über jedes Späßchen

Am 29. Mai konnte Kathrin Behr ihren Geburtstag als Clinic-Clown Mandarine feiern. Denn seit zehn Jahren besucht sie Mädchen und Jungen auf der Kinderstation des HELIOS Klinikums Uelzen, um ihnen ihren notwendigen Klinikaufenthalt zu erleichtern. Bei ihren Besuchen schenkt Mandarine Freude, Lachen, Mut und Zuversicht. Denn oft gesellen sich bei den jungen Patienten zu Krankheit, Verletzung, Schmerz und fehlendem Alltag noch andere Sorgen und Heimweh.

Das Leben ist bunt, einmal in der Woche vor allem orange

Wenn Katrin Behr in die Rolle von Mandarine schlüpft, dann ist an ihr vieles orange: Mütze, Weste, Tasche, ein Ringelsöckchen. Ihre Haare glänzen bei ihren Auftritten silber, die Clownnase leuchtet knallrot. Betritt sie die Patientenzimmer, zieht die gelernte Krankenschwester und Ergotherapeutin einen kleinen Rollwagen mit einem Koffer hinter sich her. Dieser ist prallgefüllt mit Luftballons, Seifenblasen-Lauge, Handpuppen, Stofftieren, einem Kartenspiel und vielem mehr. Was genau in den kommenden Minuten zum Einsatz kommt, das entscheidet Mandarine spontan. Jeder Besuch ist individuell und einzigartig. Humorvolles Spiel mit der Situation, Gesang, Zauberei und gemeinsames Geschichten erfinden wechseln sich ab, wenn sie ihr Publikum professionell verzaubert. All das tut sie so, wie nur ein Clown es kann: mit Lebensfreude, viel Einfühlungsvermögen und der nötigen Portion Clownenergie.

Mit Witz und Lachen Brücken bauen

Seit zehn Jahren legt die Kinderabteilung des Krankenhauses, die von Chefarzt Dr. med. Swen Geerken geleitet wird, großen Wert auf Mandarines Besuche. „Sie lässt Kinder die Station als einen Ort erleben, an dem natürlich auch Platz für Freude und Zwischenmenschliches ist. Ich bemerke dabei immer wieder, dass sich mit Witz und Lachen schnell emotionale Brücken bauen lassen“, erklärt Dr. Geerken. „Ängsten beugt der Clinic-Clown spielerisch vor, so dass die jungen Patienten dann weniger, im Idealfall sogar gar keine Angst mehr vor der Behandlung im Krankenhaus haben.“ Als Clinic-Clown legt Mandarine großen Wert darauf, ins Stationsteam eingebunden zu sein. „Bevor ich die jungen Patienten besuche, erfolgt immer eine Übergabe mit dem Pflegeteam, nach den Besuchen gibt es eine zweite Besprechung, in der ich dann berichten kann, welche besonderen Wünsche oder Ängste die jungen Patienten und ihre Eltern haben.“ Viel Lob für ihre Auftritte erhält Mandarine von den Eltern der jungen Patienten. Katrin Klingbeil (18) ist mit ihrer sieben Monate alten Tochter im HELIOS Klinikum Uelzen und findet die Abwechslung klasse: „Es ist einfach toll, dass die Kinder hier im Klinikum nicht nur Ärzte und Schwestern sehen, sondern auch mal einen Clown. Das bringt Abwechslung, die Kinder und auch wir Eltern werden aufgemuntert.“
Text und Foto: Thorsten Eckert

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