Gerne möchten wir Clowns versuchen, Ihnen einen Einblick in unseren Klinikalltag zu geben. Viele Begegnungen und Erlebnisse prägen unsere Besuche im Krankenhaus und oft sind es gar nicht die „großen Ereignisse“, sondern viele kleine Momente, die deutlich machen, dass es gut ist, da zu sein.


Ein Tag mit Scharlotta in der Celler Klinik
von Sophie Massolle und Daniela Moritz
Da ist sie ja endlich! – Hallo Scharlotta!“ ruft ein Mädchen und alle Blicke richten sich auf die Glastür des Spielzimmers. Sie geht auf und herein kommt eine bunte Gestalt mit roter Nase, einem Koffer in der Hand, einer Gitarre auf dem Rücken und großen Taschen am Kittel, die viele geheimnisvolle Dinge bergen.

„Hallo!“ ruft die Gestalt, „ich bin Scharlotta und wie heißt ihr?“ Fragend sieht Scharlotta die Kinder an. Inzwischen haben alle ihre Spielsachen weggelegt, selbst der Junge mit dem Walkman hat seine Ohrstöpsel herausgenommen und guckt interessiert zu Scharlotta. Begeistert rufen die Kinder ihre Namen durcheinander. Scharlotta stellt ihren Koffer ab und wendet sich nun jedem Kind einzeln zu. Da wird auch ihre Freundin Lilly, eine große Handpuppe mit quietsch-orangen Haaren wach und begrüßt einen nach der anderen, wobei sie auch die Eltern nicht vergisst ...
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Hej, wir sind gut, nur noch acht Knoten
von Katrin Behr

Clown Mandarine besucht Maik und Jens, beide 7 Jahre alt. Sie sitzen auf Ihren Betten. Maik vertieft sich erst mal in seine Faltblätter, als Mandarine hereinkommt. Jens schaut erwartungsvoll und spricht: „Ich hab´ dich schon gesehen, du hängst da draußen auf dem Flur!“ Mandarine: „Äh? Ich? Ich bin doch hier, oder?“
Jens zeigt auf Mandarines Foto auf dem Flur und lacht.
Mandarine auch: „Stimmt. Ich hänge auf dem Flur“. Maik grinst inzwischen auch.

Mandarine geht jetzt zu Jens Bett. Dort liegt ein Game-Boy auf der Bettdecke, der piepst. Mandarine hält ihn ans Ohr: „Hallo? Hallo....Wer ist denn da?“ Mandarine blickt auf und sieht ein Mädchen in der offenen Tür stehen. Sie guckt neugierig und etwas schüchtern. „Hallo“ freut sich Mandarine, „hast du mich angerufen?“ ...
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Zauberpuste
von Anke Küpper

Ich klopfe an die Zimmertür. "Herein!", sagt eine Frauenstimme. Vorsichtig öffne ich die Tür und stecke meine rote Nase durch den Türspalt.
Ein kleines Mädchen sitzt im Hochstuhl, es hat eine Infusion am Arm, seine Mutter sitzt ihm gegenüber. "Schau mal ein Clown!" sagt die Mutter sofort.

Das Kind schaut ängstlich und schüchtern nach unten. Durch diese Tür kommt täglich mehrfach jemand herein, der an ihm zuppelt, ruckelt, herumtastet oder pieckst. ...

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